Moin & Machen | Back to the Roots

Nach einer Sommerpause starteten wir am 10. September in die nächste Runde Moin & Machen mit dem Untertitel „Back to the Roots“. Heißt? Es ging zurück zu den Wurzeln unseres Lebens, der Natur und dem Ökosystem, in dem wir leben und das ohne Wälder so nicht funktionieren würde. Es ging um Bäume und deren Bedeutung für unseren Alltag und ebenso für unsere Wirtschaft. Einhergehend damit, drehte es sich auch um die Ursprünge des Begriffs der Nachhaltigkeit, der aus der Forstwirtschaft entstammt: Fälle nur so viele Bäume, wie auch nachwachsen können. Heute ist die Definition aus dem Brundtland-Report von 1987 etwas verbreiteter. Dort heißt es „Humanity has the ability to make development sustainable – to ensure that it meets the needs of the present generation without compromising the ability of future generations to meet their own needs.” Ein klitzekleiner Streifzug durch die Theorie. Wir wollen die Praxis beleuchten.

Zunächst stellten sich nach einem kurzen Warm-up die Speaker*innen mit ihren Organisationen vor und hielten 5-minütige Kurzvorträge. Rainer Kant stellte die Organisationen B.A.U.M. e.V. und Robin Wood vor und führte in das Thema Wald ein – in seiner gesellschaftlichen als auch wirtschaftlichen Bedeutung. Es folgte eine Vorstellung von “The Generation Forest”, einer Genossenschaft, die Aufforstungsprojekte im Regenwald finanziert und betreut. Dafür war Tania Eke auf der Bühne – ihre Eltern haben das Projekt einst ins Leben gerufen. Dann durften wir Britta Lüpke auf der Bühne zuhören, die uns das Unternehmen Werkhaus vorstellte, das derzeit auch mit dem Projekt destinature auf sich aufmerksam macht. Dabei geht es um den Bau eines nachhaltigen Hüttendorfs, das aus nachhaltigen Materialien (sprich auch Werkhaus-Produkten) aufgebaut wird und Bewusstsein für Natur und umweltfreundlichen Tourismus fördern soll. Nach dem Input folgte eine anregende Diskussion, die so sicherlich noch Stunden hätte fortgeführt werden können. Aber wir hatten noch zwei weitere Gäste in petto.

Einige Male im Jahr kommt die Organisation On Purpose zu Besuch, um bei “Moin & Machen” die Chance zu nutzen, ihr Stipendienprogramm vorzustellen. Fabienne Gropengiesser erklärte uns, wie das Associate-Programm jungen, talentierten Menschen dabei helfen kann, Karriere im sozialunternehmerischen Bereich zu machen.

Zur Einstimmung auf das Networking, stellte Alexandra Werdes ihr kleines Eis-Imperium “Tofte-Eis” vor. Alexandras Idee ist es, Eis aus Heckenfrüchten herzustellen, zu verkaufen und Kunden glücklich zu machen, um danach ein Teil des eingenommenen Geldes in den Aufbau von Hecken zu investieren. “Für je 1.000 verkaufte Eis pflanzt Tofte 20 Meter Hecke aus heimischen Vogelschutzgehölzen neu an”, erklärte uns Alexandra. Das diene dem Schutz verschiedener heimischer Vogel- und Insektenarten und anderen Lebewesen. Danke für deinen Einsatz für mehr Biodiversität und die köstliche Erfrischung, die du in deiner kleinen Gefriertruhe für uns bereitgehalten hast.

Wo wir beim Bedanken sind: Thank you Impact Hub, Jose and Boris, for this great cooperation and for letting us take advantage of your facility!

Das nächste Moin & Machen | Change the System findet am 8. Oktober 2019 um 18:30 Uhr im betahaus in der Schanze statt.

#moinundmachen